PSE Newsletter Nr. 82

JOURNAL_JANV-FÉVR-MARS 2019

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PSE Newsletter Nr. 81

Journal PSE Nr. 81

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PSE Newsletter Nr. 80

Für ein Kinderlächeln – PSE, Juli, August, September 2018, Nr. 80

 

Leitartikel von Ghislaine Dufour, Vorsitzende der Hilfsorganisation

 

Auf der Versammlung der Geschäftsführung im Juni wurde der Kurs für den nächsten „Fünfjahrplan“ abgesteckt.  Kambodscha kann sich eines regelmäßigen ökonomischen Wachstums erfreuen, aber der ebenfalls anwachsende Exodus der Landbevölkerung entfernt die ärmsten unter ihnen von ihren angestammten Solidaritätsnetzwerken.  PSE möchte in dieser Richtung seine Hilfsmittel optimieren, d.h. jene, die Sie uns zur Verfügung stellen, damit sich die Qualität unserer Aktionen verbessert, wir aber trotzdem noch mehr Kinder in unsere Programme aufnehmen können.

 

Am 15. August hat sich die Hotelfachschule von PSE in ein „Zentrum für die Bestätigung der Berufskenntnisse in der Hotel- und Touristikbranche“ verwandelt.  Dieses Zentrum wird in Zukunft auch unsere sämtlichen Lehrausbildungen rechtsgültig machen.  Das ist eine schöne Anerkennung!  Die ersten, die daraus Nutzen ziehen werden, sind unsere ehemaligen Lehrlinge, die ihre Abschlüsse von vor 2012 (das Jahr, in dem das PSE Institut als ein offizielles Lehrausbildungsinstitut in Kambodscha anerkannt wurde) so rechtsgültig machen können.

 

Und am 15. September wird unsere Filmschule in Kalifornien geehrt werden: dort werden die Studenten des 3. Jahrgangs auf dem „Kambodscha Filmfestival“ einen Dokumentarfilm vorstellen, der von der kalifornischen Jury ausgewählt wurde.

 

Dies ist der 23. Schulanfang, seit PSE in Kambodscha begonnen hat.  Wir sind dabei, das inzwischen mythische „Weißer Lotus“ Restaurant zu restaurieren, damit wir auf dem neuesten Stand der Anforderungen für die Hotelfachschule sind.  Außerdem bauen wir weitere Klassenzimmer für den Nachhilfeunterricht für die Kinder aus den öffentlichen Schulen.

 

All dies können wir natürlich nicht ohne Ihre Unterstützung, denn mehr Kinder zu retten, das bedeutet auch mehr Paten.  Sagen Sie es weiter!  Vielen Dank für Ihre Treue!

 

Lernen Sie Ihre Kinder kennen

 

Eine zehnköpfige Familie: der Vater ist in einer Putzkolonne und die Mutter Tellerwäscherin.  Eine 86jährige Großmutter wohnt bei ihnen mit.  Sk., der älteste Junge hat mit 14 die Schule verlassen und lebt seit drei Jahren im Drogenmilieu.  Sy., Sa. und Sn., drei Mädchen im Alter von 16, 16 und 15 Jahren, in der 7., 8. und 9. Klasse müssen halbtags arbeiten.  Dann gibt es noch die 12jährige St. (5. Klasse) und einen 6jährigen Jungen Th. (1. Klasse) und eine kleine Nachzüglerin, Ks., die zu Hause ist. Obwohl das sehr schwer ist, versuchen die Eltern, die Kinder regelmäßig zur Schule zu schicken, aber die Eltern, die nichts lernen konnten, können mit ihren kleinen Einkommen nicht alles bezahlen.  Daher müssen die drei älteren Mädchen außer der Schule auch noch arbeiten, was ihrer Schulausbildung nicht gut tut, und mit der Gefahr, eventuell sogar ganz aufhören zu müssen.  Keines der Kinder war bisher in einem PSE-Programm, denn unsere Sozialarbeiter haben sie gerade erst entdeckt.  Die Unterstützung beginnt so mit Hilfe bei Lebensmitteln und den Schulkosten für alle fünf Kinder.  „Aus dem Elend zu einem Beruf“, das beginnt mit der Schule.

 

Viele denken, dass die Roten Khmer nunmehr Geschichte sind.  Aber das ist nur zur Hälfte wahr, denn die Folgeerscheinungen dieser schlimmen Zeit sind noch da.  Kambodscha entwickelt sich rasch, das ist eine von allen wahrzunehmende Wirklichkeit.  Aber jene Familien, die ganz arm sind, und die, insbesondere, nichts lernen konnten aufgrund des großen Schadens, den diese furchtbaren Jahre angerichtet haben, die können die verlorene Zeit nicht aufholen und bleiben auf der Strecke.  Und es sind genau diese Familien, die wir unterstützen und mit denen wir zusammenarbeiten.

 

Was ist aus ihnen geworden?

 

Sun Sovannara. Sie ist 31 Jahre alt.  Das Leben hat sie in ihren ersten Lebensjahren nicht verwöhnt…  Sie lebte mit zwei Schwestern, ihrem Bruder und zwei Cousins bei ihrer Großmutter, denn beide Eltern waren gestorben.  Sie waren Lumpensammler auf der ehemaligen Müllkippe.  Aber das war noch nicht genug, denn Sovannara bekam Kinderlähmung.  Heute hinkt sie noch sehr, mit einer lahmen Hüfte.  Aber mit all dem, oder vielleicht trotzdem, blieb sie ein fröhliches Kind, mit einem entwaffnenden Lächeln.

 

Alle Kinder wurden in die Programme von PSE aufgenommen, von 2000 an, und alle haben nach ihrer Schul- und Berufsausbildung Arbeit, mit der sie würdig ihr Leben verdienen können.  Sovannara hat an unserer Filmschule studiert und später auch gearbeitet, ist aber dann woandershin gewechselt, denn manche Berufe in der audio-visuellen Branche sind hart für ihre Art von Körperbehinderung.  2012 hat sie Sem Sarom geheiratet, auch er ein Ehemaliger von PSE, aus der Kellnerlehrausbildung.  Und trotz ihrer recht großen Missbildungen, ein weiteres Wunder, hat sie eine Schwangerschaft (auch mit Hilfe von Michel Sebban, unserem Freund, Arzt und Gesundheitsbeauftragten) bis ans Ende führen können und eine niedliche kleine Tochter zur Welt gebracht, die heute schon zwei Jahre alt ist.  Es ist wohl nicht nötig zu sagen, dass sie jetzt noch einmal so viel strahlt…!  Gegenwärtig arbeitet sie freiberuflich als Schnittmeisterin an Projekten von „Meta Haus“, dem deutschen kulturellen Zentrum, und verdient dort 50 $ am Tag.

 

Ich werde nicht müde, mich an diesen so guten Neuigkeiten zu erfreuen.  Manchmal hat man uns gefragt, fragt man uns immer noch, wie wir das Ganze durchhalten können.  Nun, das ist insbesondere dies: zu sehen, was aus den Kindern wird, die gar keine Zukunft hatten.  Wie könnte man daran denken, etwa aufzuhören?!

 

Der Weg von PSE

 

Man hat uns oft gefragt, ob wir am Anfang gewusst hätten, was wir machen wollen, ob wir eine Vorstellung davon gehabt hätten, was aus unserer Aktion werden würde.  Ganz ehrlich, nein.  Wir hatten davon absolut keine Vorstellung.  Wir wussten bloß, dass wir die Kinder nicht in dieser Situation weiterleben lassen können, in der wir sie gefunden hatten.  Wir hatten keine Ahnung, wohin das führen würde.  Wir haben einfach nur einen Fuß vor den anderen gesetzt, so wie die Bedürfnisse des Tages es eingaben.

 

Vor einigen Tagen haben Freunde uns einen Kalenderspruch zugesandt, der, wie mir scheint, unseren Weg sehr gut zusammenfasst.  Er stammt von Saint-Exupéry: „Ich ziehe meine Spur, ohne sofort zu verstehen, aber ich gehe los…  Auf dem Wege wird mir das Ziel erscheinen, in seiner ganzen Pracht.“  Dem habe ich nichts hinzuzufügen…  Außer, dass zu dem Weg von PSE auch alle jene Freunde dazugehören, die sich uns im Laufe der Jahre angeschlossen haben.

 

Der „Fünfjahrplan“

 

Alle fünf Jahre treffen sich die Verantwortlichen von PSE (aus Frankreich und aus Phnom Penh) und wir denken gemeinsam über die Zielsetzungen der nächsten Jahre nach.  Dieses Mal haben wir beschlossen, dass wir weiter an der Verbesserung unserer Programme arbeiten, insbesondere, was die Pädagogik und das Erlernen von Fremdsprachen angeht, sowie die Begleitung der Familien mit den größten Schwierigkeiten zu verstärken.  Wir wollen außerdem den Nachhilfeunterricht für diejenigen unserer Kinder erhöhen, die in öffentlichen Schulen unterrichtet werden, damit sie das gleiche Niveau erreichen wie die von unserem Zentrum.  An der Tagesordnung steht weiterhin die Professionalisierung unserer Arbeitsweise.

 

Zur Zeit planen wir nicht, unseren Aktionsbereich zu erweitern, denn wir sind noch nicht fertig, den Bedürfnissen im aktuellen Bereich gerecht zu werden.

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PSE Newsletter Nr. 79

Nr. 79, Juni 2018

Für ein Kinderlächeln – PSE, April, Mai, Juni 2018, Nr. 79

 

Von der Tour de France zurück

 

Nach um die 10 000 km und 37 Abendveranstaltungen ist nun das gesamte Material wieder an seinem gewohnten Stapelplatz eingelagert.  Ich möchte mich gerne bei allen jenen bedanken, die mitgeholfen haben, dass diese Tour ein schöner Erfolg geworden ist:

 

  • Bei meinen beiden Schwestern, Marie-Christine und Maryvonne, die immer abwechselnd das Steuer in der Hand hatten, auf manchmal sehr langen Strecken. (Stimmt, in einer einzigen Aprilwoche waren jeden zweiten Tag einmal 600, dann fast 400, und zweimal 500 km zu bewältigen, das war vielleicht doch etwas viel…)
  • Bei allen unseren Freunden, die uns ihre Wohnungen geöffnet haben.  Ihr habt Euch die größte Mühe gegeben, um uns die Strapaze dieses Marathons zu erleichtern.  Ihr wart für uns da, habt uns unglaublich warm willkommen geheißen, richtige Freunde.  Ihr habt uns verwöhnt wie Könige!
  • Bei Euch allen, den Organisatoren und Euren Ortsgruppen, für alle die großartige Arbeit, die Ihr in die Organisierung dieser 22. Tour hineingesteckt habt.  Ich weiß wohl, wie viel Mühe das bedeutet: einen kostenlosen Saal zu finden, sämtliche Freunde und Bekanntschaften zu mobilisieren, die örtlichen Medien zu informieren, und dann die Abendveranstaltung selbst glatt über die Bühne zu bringen…  Ich weiß, wie Ihr dann zittert, am angegebenen Tag, wenn die Stunde sich nähert: „Werden sie kommen…?“  Das tut mir immer leid, Euch diese Unruhe aufzuladen.  Aber Ihr habt Euch große Mühe gegeben: die Säle waren schön, anziehend, freundlich geschmückt.  Sie haben es mir leichter gemacht, Euch von den Kindern zu erzählen, denn dazu habe ich eigentlich gar nicht das Talent, ich hatte mich immer gerne hinter Christian versteckt, ihm das Reden überlassen…
  • Und bei Euch, die Ihr gekommen seid, um uns zuzuhören, und Euch, den neuen Paten, die Ihr zur Familie von PSE dazu gestoßen seid.

 

Ich bin nun wieder in Phnom Penh, froh unsere Kinder und Internatsschüler wieder gefunden zu haben, die auch wieder am Flughafen waren, eine Rose in der Hand.  Froh auch darüber, weil ich weiß, dass viele andere Kinder nun zu uns kommen können.

 

Es war eine solche Freude, immer viel zu kurz, so viele Freunde wieder zu sehen, und eine ebensolche, neue kennen zu lernen und zu sehen, wie die Familie von PSE wächst und gedeiht.  Mit großer Rührung habe ich viel Großzügigkeit und Enthusiasmus erleben dürfen.  So freue ich mich schon auf die Tour von 2019, zum 23. Mal, aber vielleicht doch etwas kürzer!  Ich erwarte schon ab jetzt Eure Vorschläge dafür.

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PSE Newsletter Nr. 78

Nr. 78, März 2018

Für ein Kinderlächeln – PSE, Januar, Februar, März 2018, Nr. 78

 

Aus dem Elend zu einem Beruf – das klappt tatsächlich!

 

Das Elend ist nicht in jedem Fall offensichtlich.  In einem sich rasch entwickelnden Land, da versteckt es sich und man kann es übersehen.  Aber natürlich gibt es das Elend trotzdem, besonders für die Familien, die unter dem Regime der Roten Khmer keine Ausbildung erhalten haben und ohne diese keine Arbeit finden können.  Diese schlagen sich mit unsicheren kleinen Jobs durch, aber können mit der Entwicklung des Landes nicht mithalten.  Daher ist es vital, dass ihre Kinder eine richtige Bildung und Ausbildung erhalten.  Das wussten schon vor 22 Jahren die Kinder, die uns um etwas Essen baten und darum, zur Schule gehen zu dürfen.  Das war der Anfang von PSE.

 

Aber natürlich kann kein Kind friedlich lernen, wenn seine Familie tief im Elend steckt, es kann es sogar überhaupt nicht, wenn dieselbe Familie seine Hilfe zum Überleben nötig hat.  Wir ermöglichen also den Schulbesuch der Kinder, indem wir auch den Familien das Nötigste geben, damit der Schulbesuch sich unter den bestmöglichen Bedingungen vollziehen kann.

 

Diese Familien haben wir in 4 Kategorien eingeordnet, der Armut entsprechend.  Die 1. Kategorie sind die Ärmsten der Armen, jene, die weniger als 1,90 $ pro Person und Tag zum Leben haben (das ist die Armutsgrenze in Kambodscha, in den Städten).  Sie werden durch alle Hilfsprogramme von PSE unterstützt und sind die Mehrzahl unserer Familien: 58 %.  Danach die 2. Kategorie, etwas weniger arm, die zwischen 1,90 und 2,61 $ pro Person und Tag haben, das sind 38 % unserer Familien.  Die 3. Kategorie, mit nur 4 % vertreten, die zwischen 2,62 und 3,33 $ verdienen und schließlich die 4. Kategorie, nur 1 %, die zwischen 3,35 und 4 $ zum Leben haben.  Diese beiden Kategorien, an der oberen Grenze unserer Bedingungen, erhalten die Schul- und Lehrausbildung, diese gelten wirklich für alle, auch für jene mit Lernproblemen, aber diese letzten tragen finanziell zur Ausbildung bei, je nach ihren Möglichkeiten und werden nicht durch alle anderen Programme unterstützt.

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Einladung PSE Deutschland Frankfurt

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Invitation PSE Allemagne Frankfurt

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